“Viele kommen zu mir und sagen: Ich bin halt alt, da tut eben alles weh”, sagt Sifu Frank Durst und schüttelt den Kopf. “Alt ja – ausgeliefert nein.” Im Zentrum DURST-AKTIV in Lich arbeiten jede Woche Menschen jenseits der 60, 70 und teilweise 80 an einem Thema, das oft erst dann interessant wird, wenn es fast zu spät ist: Gesundheit im Alter.
Langsamkeit als Trainingsprinzip
Der Ansatz in Lich unterscheidet sich deutlich von klassischen Fitnessangeboten. Im Mittelpunkt stehen Tai Chi, Qigong und faszienorientierte Bewegungsarbeit. “Langsamkeit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Werkzeug”, erklärt Durst. “Wer langsam und bewusst bewegt, schult Gleichgewicht, Koordination und Körpergefühl.”
Faszien, Nervensystem und Alltagstauglichkeit
Ein zentrales Thema in den Kursen ist die Faszienarbeit. “Viele ältere Menschen kennen das Gefühl: steif, eingerostet, irgendwo zieht es immer”, sagt Durst. “Oft sind es weniger kaputte Gelenke als verklebte, verspannte Faszien und ein Nervensystem, das auf Dauerstress läuft.”
Sicherheit ist auch eine Gesundheitsfrage
Alter und Gesundheit sind für Frank Durst untrennbar mit Sicherheit verbunden. “Viele ältere Menschen fallen nicht nur, weil sie muskulär schwächer werden, sondern weil sie nicht mehr gewohnt sind, sich im Raum zu bewegen.”
Ein Ort für Routinen, nicht für Heldentaten
“Gesundheit ist die langsame Notwehr”, beschreibt Durst sein Kernprinzip. “Alter lässt sich nicht wegtrainieren. Aber wir können entscheiden, ob wir ihm alles kampflos überlassen.”
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Teilen Sie ihn mit anderen!
Interessiert an unseren Angeboten?
Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen zu unseren Kursen, Workshops und individuellen Trainings.
