Wer an Sport denkt, hat oft Bilder im Kopf: Puls hoch, Schweiß, Timer. In den Kursen von Sifu Frank Durst im Zentrum DURST-AKTIV in Lich sieht das anders aus. Die Bewegungen sind langsam, die Stimmen leise, der Atem hörbar. „Für viele ist das die erste Stunde in der Woche, in der das System wirklich runterfährt“, sagt Durst.
Stress raus, Präsenz rein
Der typische Kursabend beginnt nicht mit Aufwärmspielen, sondern mit Ankommen. Füße spüren, Schultern sinken lassen, ein paar ruhige Atemzüge. „Am Anfang sieht man Spannungen in den Schultern, im Gesicht, im Blick“, beschreibt Durst. „Nach einer Stunde sind dieselben Menschen anders im Raum: Atmung tiefer, Blick weicher, Gang ruhiger.“
Mehr als Bewegung: Arbeit am Nervensystem
„Wir trainieren im Grunde den Schalter zwischen Alarm und Ruhe“, sagt Durst. „Viele laufen den ganzen Tag im Sympathikus. In den Kursen üben wir, bewusst auf den Parasympathikus umzuschalten – den Teil des Nervensystems, der für Regeneration zuständig ist.“
Ruhe – aber nicht Wegdriften
„Tai Chi und Qigong sind nicht Wellness-Vernebelung“, stellt Durst klar. „Du bist wach, du bist ansprechbar – aber nicht mehr im Alarmzustand. Das ist genau der Zustand, den viele Menschen im Alltag verloren haben.“
Ein Ort, an dem Langsamkeit normal ist
Tai Chi und Qigong sind in Lich mehr als „nur ein Sport“. Sie sind ein praktischer Weg, aus dem Alltagslärm auszusteigen, ohne aus dem Leben auszusteigen.
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Teilen Sie ihn mit anderen!
Interessiert an unseren Angeboten?
Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen zu unseren Kursen, Workshops und individuellen Trainings.
